28 Days Later

Der britische Endzeit-Horror-Thriller „28 Days Later“ aus dem Jahre 2002 thematisiert den Zusammenbruch der menschlichen Gesellschaft durch eine Ausbreitung des hochansteckenden, tödlichen Virus. Die Handlung spielt in England während der Jahrtausendwende. Der Film zeigt die Flucht von vier Personen aus dem infizierten London.

28 Days Later
  • Amazon Prime Video (Video on Demand)
  • Cillian Murphy, Naomie Harris, Christopher Eccleston (Schauspieler)
  • Danny Boyle (Regisseur)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 18 Jahren

Am 5. Juni 2003 erstrahlte der Thriller auf der deutschen Kinoleinwand. Die Fortsetzung „28 Weeks Later“ kam rund vier Jahre später in die Kinos. Das Budget lag bei acht Millionen US-Dollar und konnte ein Zehnfaches weltweit einspielen. Insgesamt wurden drei Auszeichnungen (Empire Award 2003, „Bester Film“ auf dem Neuchâtel International Fantastic Film Festival und den Saturn Award 2004) erreicht. Dazu kamen sechs Nominierungen.

28 Days Later – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Regie der 113 Minuten in „28 Days Later“ führte Danny Boyle. Die Arbeit entstand gemäß dem Drehbuch von Alex Garland mit einer Altersfreigabe ab dem 18. Lebensjahr. Für den Autor galt als Inspirationsquelle „Die Triffids“ von John Wyndham.

In drastischen Bildern, gefilmt von Kameramann Anthony Dod Mantle, zeigen die Dreharbeiten, wie eine Virusepidemie fortschreitet. Schon zur Ausstrahlung kam Brisanz ins Spiel, denn in dem Jahr gab es den Erreger SARS. An Aktualität dürfte es in diesen Tagen noch zunehmen mit Hinblick auf Covid-19. Für die Produktion war Andrew Macdonald zuständig. Die Infizierten im Film weisen Ähnlichkeiten mit der Tollwut-Krankheit auf. Die Musik stammt von John Murphy und alle Szenen schnitt Chris Gill.

Besetzung: Cillian Murphy schlüpft in die Rolle von Jim. Naomie Harris erscheint als Selena auf der Leinwand. Megan Burns bringt den Zuschauern den Charakter Hannah näher. Brendan Gleeson spielt Frank. Der Major Henry West wird durch Christopher Eccleston dargestellt. Des Weiteren zu sehen sind: Noah Huntley, Christopher Dunne, Emma Hitching, Alexander Delamere, Kim McGarrity, Alex Palmer, Bindu De Stoppani, Jukka Hiltunen, Stuart McQuarrie, David Schneider, Ricci Harnett und Luke Mably.

Zusammenfassung & Story vom Film „28 Days Later“

England / Gegenwart: Ein Überfall in der medizinischen Abteilung an der Uni Cambridge infiziert einige Aktivisten mit einem gefährlichen Virus. Sobald „Wut“ auf den Menschen übergeht, verwandelt dieser sich in eine nicht sprechenden, ohne menschliche Vernunft, angreifende Bestie.

Fahrradkurier Jim wacht, nach einem Unfall, auf der Intensivstation auf. Da er keine Krankenschwestern findet, macht Jim sich auf die Suche. Jedoch sieht die Klinik verwüstet aus. Draußen stellt er fest, dass selbst die Stadt London ausgestorben ist.

Bei Anbruch der Dämmerung sucht der kranke Mann Unterschlupf in einer Kirche. Nach kurzer Zeit findet er eine Menge Leichen auf dem Boden. Dann taucht der Priester auf. Die äußere Erscheinung ist furchteinflößend und Jim kann in den nahe gelegenen Park fliehen. Der entstandene Tumult lässt mehr Infizierte auf der Bildfläche erscheinen.

Aus dem Nichts tauchen Mark und Selena auf. Sie ergreifen Jim und bringen ihn in Sicherheit. Als Obdach dient ein Kleingeschäft in der Londoner U-Bahn versehen mit Rollgittern. Dort versuchen die zwei Überlebenden dem armen Mann zu erklären, was sich in letzter Zeit zugetragen hat. Die Virusinfektion überträgt sich rasend schnell und hat mittlerweile ganz Großbritannien befallen. Es war bereits die Rede von einer Ausbreitung auf New York und Paris.

Selena und Mark helfen Jim widerwillig nach der Suche seiner Eltern. Im Elternhaus angekommen, finden Sie die tote Mutter vor. Als infizierte Nachbarn auftauchen wird Mark verletzt. Daraufhin tötet Selena ihn sofort.

Auf dem Rückweg treffen die zwei auf Frank und seine Tochter Hannah. Diese haben sich im Hochhaus verbarrikadiert. Allerdings sind ihre Wasservorräte fast aufgebraucht. Am nächsten Morgen liegt ein Hoffnungsschimmer über der Gruppe. Ein Major Henry West hätte die Antwort auf den Ausbruch und erwartet Hilfe von allen Nichtinfizierten. Also begeben sich die Vier Richtung Norden. Der Weg ist aufregend und lang. Bei einer Rast kommt es zu einer körperlichen Annäherung zwischen Jim und Selena. Am nächsten Morgen geht die Reise weiter. Bei der Ankunft in Manchester entpuppt sich alles als ein Alptraum. Frank wird noch außerhalb der Stadt infiziert und von einem Soldaten niedergeschossen. Hannah ist zutiefst traurig über den Tod ihres Vaters.

Der besagte Soldat fährt die Überlebenden in eine Villa aufs Land. Es sieht aus wie der lang gesuchte Unterschlupf. Für Vorräte und Sicherheit ist gesorgt. Doch schon bald wird Selena von einem Soldaten sexuell belästigt. Daraufhin erklärt Major Henry West, dass er den Männern Frauen versprochen in Aussicht gestellt hat, um Hoffnung zu vermitteln. Woraufhin die Gruppe flüchtet. Aber Soldaten versperren ihnen den Weg. Jim soll umgebracht werden. Er kann ins angrenzende Waldstück flüchten. Allerdings lauern dort weitere Infizierte. Mit einem Kranken gelingt ihm der Weg zurück, um die zwei Damen zu befreien.

Auf der Flucht erleidet Jim eine Schussverletzung. Selena versucht, Jim mit Spritze und Wiederbelebungsversuchen das Leben zu retten.

Weitere 28 Tage später: Jim, Selena und Hannah befinden sich in einem Haus weit weg von den Infizierten. Im Garten befindet sich ein riesiges „Hello“, um auf sich aufmerksam zu machen. Dies gelingt ihnen. Ein Aufklärungsflugzeug schickt einen Hubschrauber an die Hilfesuchenden.

Kritiken und Fazit zum Film „28 Days Later“

Was ist die Botschaft hinter dem Film „28 Days Later„? Ist der Mensch, das Böse für den anderen Menschen? Oder, soll vor den Risiken der Forschung gewarnt werden? Die Bilder, von dem kranken Jim alleine durch London, sind beklemmend. Die ersten Szenen wurden exzellent fotografiert und fulminant inszeniert. Leider nur, dass die vielversprechenden Ansätze schon bald versiegen.

Die Verhaltensweise der Soldaten verschlägt dem Zuschauer die Sprachen. Dass es in Kriegen zu einer Verrohung kommt, ist weitreichend bekannt. Doch die Verfilmung der Szenen lässt eher darauf schließen, dass die bewaffneten Soldaten Insassen einer Nervenheilanstalt sind. Dies ist noch nicht so tragisch, aber der Film im Kino ist blutreich und mit leeren Dialogen gespickt. Die ganze Vorgehensweise lässt einige Mängel offenbaren. Die Macher haben nichts mit der Realität im Sinn.

Kurz gesagt: Es ist ein guter Start. Allerdings sind die Pluspunkte schnell versiegt und es bleibt nichts übrig als Mangel an Ideen, Gedankenlosigkeit und Blut.

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