Das Leben ist ein Fest

Die französische Komödie „Das Leben ist ein Fest„, aus dem Jahre 2017, behandelt relevante Themen mit Witz und Tragik. Frankreich schafft mehr als nur einen Feel-Good-Film. Am 5. Juli 2017 gelang die Komödie in die französischen Kinos. Erst am 1. Februar des Folgejahres gelang die Komödie in die deutschen Kinos. Auf dem Europäischen Filmpreis 2018 konnte „Das Leben ist ein Fest“ eine Nominierung in der Kategorie „Beste Komödie“ und den Publikumspreis erreichen.

Das Leben ist ein Fest [dt./OV]
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  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Es geht um eine Hochzeit in einem Schloss etwas außerhalb der Metropole Paris. Hochzeitsplaner Max hat viel investiert und trotzdem läuft die Hochzeit seiner Kunden schlecht. Es tauchen die Steuerbehörde, ein Stromausfall, verdorbenes Essen und stressige Gäste auf.

Das Leben ist ein Fest – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Das Regie- und Drehbuchteam Olivier Nakache und Éric Toledano arbeitete nicht das erste Mal zusammen. 2011 kam bereits die Komödie „Ziemlich beste Freunde“ und 2014 erschien „Heute bin ich Samba“ von dem Team. Nakache und Toledano schaffen Situationskomik mit tollen Charakteren. Die Produktion von „Das Leben ist ein Fest„, über eine Länge von 117 Minuten Spielfilmzeit, leiteten Nicolas Duval, Laurent Zeitoun und Yann Zenou. Daraus entstand eine Komödie ohne Altersbegrenzung. Kameramann David Chizallet und Dorian Rigal-Ansous aus dem Schnitt arbeiteten eng zusammen. Einzelne Szenen wurden von der Musik von Avishai Cohen untermalt.

In der Besetzung: Die Running Gags von Jean-Pierre Bacri als Max Angély sind äußerst gelungen. Unterstützung bekommt er von Eye Haïdara als Adèle. Gilles Lellouche interpretiert die Rolle von James. Jean-Paul Rouve als Guy nutzt das gesamte Potenzial des Schauplatzes aus. Vincent Macaigne ist als Julien zu sehen. Alban Ivanov inszeniert seine Auftritte als Samy bestens. Dazu kommen in weiteren Rollen: Benjamin Lavernhe, Hélène Vincent, Judith Chemla, Gabriel Naccache, Suzanne Clément, Nicky Marbot, Kévin Azaïs, William Lebghil, Antoine Chappey, Manmathan Basky, Khereddine Ennasri, Manickam Sritharan, Grégoire Bonnet und Sam Karmann.

Zusammenfassung & Story vom Film „Das Leben ist ein Fest“

Spielort – eine Hochzeit im Schloss von Courances, etwa 45 Kilometer südöstlich von Paris.

Max ist Hochzeitsplaner. Er und seine Crew haben die Aufgabe eine tolle, berauschende Hochzeit für Pierre und Héléna in einem Landschloss in der Nähe von Paris auszurichten. Allerdings läuft das Fest nicht so rund wie geplant. Obwohl die Familie der Braut und des Bräutigams genug Geld haben, um alles auf hohem Niveau stattfinden zu lassen.

Es tauchen nacheinander Unannehmlichkeiten auf, wie: verdorbenes Essen, Stromausfälle, nervige Gäste und zu guter Letzt taucht die Steuerbehörde auf dem Fest auf. Max sein Betrieb soll gründlich unter die Lupe genommen werden. Im Grunde genommen kann die Hochzeit für den Hochzeitsplaner nicht schlechter laufen. Dabei hat Max alles so gut organisiert. Doch es kommt alles anders, denn die menschlichen Faktoren hinter den Kulissen erschweren ihm das Leben. In dem Stress der Hochzeit bekommt Max Probleme mit seiner Freundin. Eigentlich wäre dies nicht so dramatisch, aber es ist eine Mitarbeiterin, die selbst einiges auf dem Fest zu tun hat, Josiane.

Der Stresspegel steigt. Josiane hat die Heimlichtuerei satt. Sie möchte von Max endlich eine Entscheidung. Diese Stellungnahme erzwingt sie sich, indem sie während der Hochzeit mit dem Kellner Patrice flirtet. Der Fotograf hat nichts Besseres zu tun, als sich mit seinem Praktikanten dem Bauch am Menü vollzuschlagen. Sein Job tritt in den Hintergrund. Assistentin Adèle steht zu allem Überfluss noch auf Kriegsfuß mit dem Sänger James. Dieser sieht sich als Rocker und wimmelt alle Senioren mit ihren Wünschen nach Vico-Torriani-Liedern ab.

Als der Bräutigam zur Rede ansetzt, scheint die Stimmung ganz den Bach runterzugehen. Ein anderer Mitarbeiter, sein Schwager Julien, besitzt dummer Weise eine Vergangenheit mit der Braut. Darüber darf nichts zu dem Bräutigam gelangen, was allerdings sehr schwierig ist. Max schafft mit viel Arbeit das Chaos der Hochzeit in den Griff zu bekommen. Am Ende erreicht er ein berauschendes Fest für alle Angehörige. Diese Probleme sind nichts für Max seinen Nerven und er plant seinen Ruhestand. Seine Pläne, die Firma an einen Investor zu verkaufen, ändert er daraufhin. Seine „rechte Hand“ Adèle wird die neue Chefin.

Kritiken und Fazit zum Film „Das Leben ist ein Fest“

„Das Leben ist ein Fest“ ist ein Ensemblefilm. Allerdings organisiert als mehrstimmiger Chor, denn es tauchen verschieden Ebenen auf. Das Fest selbst wird zum Lebensebenbild. Hin und hergerissen von einem tollen Plan, einige kreativen Abweichungen und dem Selbstbild, welches von der Realität abweicht. Der Wortwitz der Franzosen kann leider nicht exakt übersetzt werden, was Einiges des tollen Charmes kaputtmacht.

Die Darsteller geben alles. Max als Hauptdarsteller ist derjenige, der hinter den Kulissen die Fäden zusammenhält. Er bildet zudem das emotionale Zentrum, das Herz des Films. Der Musiker James sorgt für mittelmäßige Darbietungen von Eros Ramazzotti für den komischen Höhepunkt der Komödie. Jean-Paul Rouve als Fotograf besitzt eine undankbare Rolle in der Verfilmung. Doch stört den Schauspieler dies nicht im Geringsten und schikaniert reizend seinen Praktikanten. Bei dem ganzen Chaos bleibt noch Zeit für nette Diskussionen über luftige Eskapade oder französische Grammatik.

Fazit: Die Komödie ist sehr echt, denn auch bei realen Hochzeitsfeiern geht so einiges schief. Allerdings tauchen auch reichlich schöne Momente auf und überwiegen in der Komödie „Das Leben ist ein Fest“.

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