Der Duellist – Im Auftrag des Zaren

Das russische Historiendrama „Der Duellist – Im Auftrag des Zaren“ spielt im Jahre 1860 in St. Petersburg. Seine Premiere fand auf dem Filmfest in München statt. Der deutsche Kinostart fiel auf den 6. Juli 2017. In Russland schlug das Drama wie eine Bombe ein und wurde als wichtigsten Film des Jahres 2016 promotet.

Der Duellist - Im Auftrag des Zaren [dt./OV]
  • Non-Stop Productions (09.11.2017)
  • Prime Video, Freigegeben ab 16 Jahren
  • Laufzeit: 109 Minuten
  • Pyotr Fyodorov, Vladimir Mashkov, Franziska Petri, Martin Wuttke, Sergey Garmash
  • Deutsch, Russisch

Der ehemalige Offizier Yakovlev besitzt einen interessanten Job. Er verdient sein Geld damit, für andere Ehrenmänner zu kämpfen. Aus welchen Grund? Der Ehrenkodex eines Adligen verbietet es, eine Herausforderung abzulehnen, aber die eigene Stelle kann an einen anderen abgetreten werden. Allerdings verfolgt er eigene Rachepläne, nicht nur die des beauftragten Duell.

Der Duellist – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Regisseur Aleksey Mizgirev ist im Juli 1974 in Russland geboren und genoss eine Ausbildung an der Staatliche Universität Tomsk. Er selbst schrieb auch das Drehbuch für den Kinofilm „Der Duellist – Im Auftrag des Zaren„. Sein altertümliches Drama passt in das Genre Action, Drama und Abenteuerfilm und ist für alle ab dem 16. Lebensjahr geeignet. Die gesamte Produktion fand in Russland statt, unter der Hand des Produzenten Alexander Rodnyansky. Mit der DVD kam die Company am 23. November 2017 heraus.

Schauspielerinnen und Schauspieler: Pyotr Fyodorov ist in der Rolle von Yakovlev zu sehen. Darsteller Vladimir Mashkov taucht in den Charakter des Grafen Beklemishev ein. Martin Wuttke bringt den Baron Staroe auf die Leinwand. Yuliya Khlynina schlüpft in die Rolle der Fürstin Martha. Yuri Kolokolnikov spielt den Charakter Basargin. Die andere Groß-Herzogin wird durch Franziska Petri interpretiert. Pavel Tabakov inszeniert Knyaz Tuchkov für das Publikum und Aleksandr Yatsenko von Yakovlev Mladshiy.

Maksim Osadchiy-Korytkovskiy führt die Kamera im Drama. Es wurde teilweise an Originalschauplätzen gedreht, wie zum Beispiel dem Winterpalast. Andere Szenen wurden computertechnisch bearbeitet, damit das Petersburg aus alter Zeit wiederhergestellt werden kann. Die einzelnen Frequenzen werden von Igor Litoninskiy im Schnitt bearbeitet. Die Musik stammt von Igor Vdovin.

Zusammenfassung & Story vom Film Der Duellist – Im Auftrag des Zaren

In das St. Petersburg von 1860, nach einer originären Geschichte: Der Regen in diesem Jahr ist gewaltig. Entweder sitzen die Adeligen in ihren Palästen oder waten durch knietiefes Wasser. Der ehemalige Offizier Yakovlev fungiert als treffsicherer Ersatzfigur für all diejenigen, die nicht in der Lage sind, persönlich bei einem Duell zu kämpfen. Gegen eine Gebühr kämpft er für diejenigen, die sich zu untrainiert, schwach oder verängstigt fühlen, um ihre Duelle selbst auszutragen. Adelige und Ehrenmänner klärten in der damaligen Zeit Fragen der Etikette mit den Schusswaffen.

Diese Art der Kämpfe war damals in Russland erlaubt. Jeder hat einen Schuss frei, die Person, die am Ende noch steht, hat den Kampf gewonnen. Ein Neuzugang sorgt für einige Todesfälle. Wer ist dieser neue mysteriöse Kämpfer? Es ist ein gutes Geschäft, mit dem Yakovlev sich und noch dem windigen Baron Staroe, seinem Manager, den Lebensunterhalt sichert. Nicht nur gerade eben, sondern sehr auskömmlich. Er ist ein stiller Mann, der sich quer durch St. Peterburg schießt.

Öffentlich behauptet er zwar, weder an Duellen noch an Pistolen interessiert zu sein. Er nutzt trotzdem die Gunst der Stunde und überzeugt sein Publikum mit seinem Können. Ganz nebenbei schießt er sich selbst mit einem Querschläger einen Becher vom Kopf. Eines Tages erhält er, aufgrund seiner unglaublichen Fähigkeiten, einen besonderen Auftrag. Dieser mysteriöse Auftraggeber bezahlt sehr fürstlich. Dafür muss Yakovlev, die Herren, die ihm im Wege stehen, schnell und diskret erledigen. Als Herr im Hintergrund möchte er keine Fragen.

So haben beide ein Geheimnis, welches nicht an die Öffentlichkeit darf. Der Duellant war selbst vor einiger Zeit ein Adeliger, aber fiel einer Intrige zum Opfer. Er wurde eines Verbrechens beschuldigt, welches er nie begangen hat. Als Folge verlor er seinen Titel und wurde für den sicheren Tod nach Sibirien geschickt. Mit seiner Kämpfernatur gelang es ihm, den widrigen Umständen in den Weiten der Natur zu überleben und kehrte unter falschem Namen nach St. Petersburg zurück. Der falschen Identität zufolge kämpft er nun gegen seine damalige Klasse. Bei einem sonderbaren Kampf wird ihm klar, dass sein fingierter Duellpartner ein Abgesandter des alten Feindes Graf Beklemischev ist. Nach der Feststellung schwört Yakovlev Rache, egal um welchen Preis. Selbst wenn er seine neue Identität dabei verliert.

Er läuft außerdem Gefahr, die junge Liebe zur Fürstin Martha zu verlieren. Deswegen kämpft der bezahlte Kämpfer aus zwei Gründen: Seine Ehre steht auf dem Spiel und seine Liebe. Graf Beklemischev stellt nämlich auch der hübschen Martha nach. Die junge Fürstin ist mit ihrem Bruder Alleinerbin des riesigen Tuchkova-Vermögens. Er selbst steht dummerweise kurz vor der Pleite (neue Spieler in Stadtgame kennen die Situation). So könnten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Eine tolle Frau zu ergattern und an Bares zu kommen. Yakovlov muss seine falsche Identität enthüllen und öffentlich Graf Beklemishev gegenübertreten. Wie geht das wichtige Duell aus?

Kritiken und Fazit zum Film Der Duellist – Im Auftrag des Zaren

Der klassische Abenteuerfilm „Der Duellist – Im Auftrag des Zaren“ möchte Zuschauer mit vertrauten Gesichtern anlocken. Da wären zum Beispiel die deutschen Schauspieler Martin Wuttke und Nina Petri. Noch dazu enthält der Spielfilm alles, was einen historischen Abenteuerfilm ausmacht. Da liegen verzwickte Intrigen, ein hübscher Held, ein gebrochener Held, tolle Frauen und exotische Schauplätze für den Zuschauer auf dem Präsentierteller. Regisseur Aleksey Mizgirev bietet prachtvolle Kostüme und perfekt rekonstruierte Stadtansichten. Die Hintergrundarbeit verdient ein aufrichtiges Lob.

Leider schaffen die Charaktere keine Tiefe und die Dialoge sind ein wenig schwülstig. Trotzdem ist es ein Hingucker, dass der unaufhaltsame Racheengel sich durch das düstere Zarenrussland schießt. Es ist ein Historienschinken einer besonderen Art. Die russische Produktion kann in Deutschland, mit guten Schweighöfer-Komödien verglichen werden. Einziger Unterschied, dass man hierzulande niemals so viel Geld für eine Reproduktion aus dem Segment des blutigen Geschichtsthrillers stecken würde. Auf der Leinwand wird aber nicht der Gewalt gefrönt, denn so ein Schusswaffen-Duell nimmt keine Gefangenen.

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