Die wilde Farm

Der deutsch-französische Dokumentarfilm „Die wilde Farm“ lief am 9. September 2010 in den deutschen Kinos an. Es ist eine Mischung aus Doku und Fiktion. Der Besitzer eines Bauernhofes muss ins Krankenhaus. Er hat keinen anderen Menschen, der sich nun um die Tiere kümmert und kann nicht wie in Stadtgame, einfach in den Urlaubsmodus gehen und alles bleibt erhalten.

Die Wilde Farm
  • Amazon Prime Video (Video on Demand)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Schon nach nur einigen Tagen verwandeln sich die gezähmten Haustiere in wilde Tiere. Deswegen entstand der Titel des Filmes. Die versteckten, archaischen Triebe werden wieder gefunden und der gepflegte Bauernhof wird zu einem animalischen Durcheinander. Ganz nach dem Motto: Geht die Katze außer Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.“

Die wilde Farm – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Regisseur Dominique Garing und Fréderic Goupil drehten mit „Die wilde Farm“ einen Film über eine Länge von 89 Minuten. Die Geschichte zu „Die wilde Farm“ stammt von den beiden Regisseuren und erhielt keine Altersbeschränkung. Kameramann Jérôme Peyrebrune filmte eine Dokumentation, mit Teilen einer Fiktion, bereits 2009. Es dauerte rund ein Jahr, bis die Kinoleinwand mit den Tieren übersät wurde.

Die Filmszenen wurden von Julie Pelat zusammengeschnitten. Wohingegen der Tonschnitt von Dominique Vieillard stammt. Für den Kinderfilm waren Produktionsfirmen wie Les Films d’Ici (aus Paris) und LOOKS Filmproduktionen GmbH (aus Berlin) verantwortlich. Alles lief in Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Rundfunk (WDR).

Mit viel Arbeit und Geschmack ging Marcus Mueller ans Werk und sorgte für die Auswahl an optischen Spezialeffekten. Alles wurde unterlegt von der Musikentstehung von Max Richter und der Musikaufführung von den Dresdner Sinfonikern. Tierische Szenen werden von der Sprecherin Luise Bähr begleitet und gut im Ton hinterlegt von Olivier Schwob.

Zusammenfassung & Story vom Film „Die wilde Farm“

Fiktion und Dokumentation macht die Mischung in „Die wilde Farm“ aus. Es geht um einen Bauernhof, wo der Besitzer infolge einer Krankheit ins Krankenhaus muss. Jegliche Handlung spielt vor einem alten, malerischen Bauernhof in Burgund, Frankreich.

Dies geschieht ganz plötzlich ohne Vorankündigung inklusive eines Abtransports mit dem Krankenwagen. Nachbarn oder Freunde können sich nicht um den Hof kümmern und die sind Tiere auf sich alleine gestellt. Schweren Herzen lässt er in dieser, nicht zu ändernden, Situation seine geliebten Tiere alleine zurück. Die Folgen sind erstaunlich. Schon nach wenigen Tagen entdecken die friedlichen Haus- und Nutztiere ihre Wurzeln.

David möchte das Fußballcamp und das Surfbrett nicht mit Gummistiefel und Dreck tauschen. Die Sommerferien auf dem Hof seiner Tante zu verbringen liegt ihm nicht. Der Bauer Sterzing, von dem Nachbarhof, muss überraschend ins Krankenhaus. Von da an verändert sich der gepflegte Bauernhof zu einer wilden Farm. Dort können Schweine, Katzen, Hühner, Hunde, Pferde und Gänse das Regiment übernehmen. Als Folge kehren die Tiere nach jahrelanger menschlicher Domestizierung zurück in die eigentliche Natur.

David interessiert noch eine weitere Frage: Versteckt der komische Bauer von nebenan Diebesgut auf dem Hof? So macht er sich, zusammen mit seiner gleichaltrigen Freundin Marie, auf den Weg die Beute aufzustöbern. Die Geschichte liefert einen außergewöhnlichen Tierfilm für die ganze Familie. Allerdings ist die Verfilmung nicht ganz realitätsnah, was dem Spaß keinen Abbruch bereitet. Fortan leben die Tiere in einer friedlichen Koexistenz.

Eine Ausnahme bilden die seltenen Angriffe der Füchse und Marder. Schweine brechen aus dem Stall aus. Ratten laben sich an den Getreidesäcken. Kleine rosa Schweine durchbrechen das Gatter und nutzen das Futter der Hühner. Die Katze des Hauses findet den Goldfisch sehr attraktiv und der Igel nutzt das Gemüsebeet. Alle erfreuen sich der neugewonnen Wild- und Freiheit und der Hahn wurde recht schnell schon vom Fuchs verspeist. Somit müssen David und Marie mit Gefahren auf dem verlassenen Hof kämpfen. Eindringlinge kommen ins Haus, während die beiden auf der Suche nach dem Schatz sind.

Deutlich ist der Kreislauf des Lebens zu sehen, was die Suche nach Fressen, Abwehr von natürlichen Feinden und die Aufzucht der Brut einschließt.

Kritiken und Fazit zum Film „Die wilde Farm“

Tiertrainer Pierre Cadéac nutze seine phänomenalen Fähigkeiten dafür, im exakten Moment das arttypische Verhalten aufzunehmen und nicht um den Tieren Kunststücke beizubringen. Fast über die gesamte Länge von „Die wilde Farm“ bleiben die Menschen im Hintergrund, nicht als rücksichtslose Ausbeuter oder als sentimentale Tierfreunde. Es müssen nicht immer wilde Tiere in Afrika sein. Die Darstellung der gewöhnlichen Haus- und Hoftiere ist sehr interessant, anregend und lehrreich. Meistens liegt es daran, dass die meisten Stadtmenschen sind und nicht oft Tiere zu Gesicht bekommen.

Die tierische Dokumentation lebt von der Fiktion und einer Off-Stimme, die humorvoll und witzig zum Einsatz kommt. Die Verfilmung ist spielerisch und pädagogisch wertvoll. Die Erzählstimme verleiht etwas Märchenhaftes. Es tauchen Szenen einer Ferkelgeburt oder eines Fohlens oder Kämpfe zwischen zwei Hengsten auf. Solche innerartlichen und zwischenartlichen Aggressionen sorgen unter Umstände für Diskussionen. Einige Sachen werden dem Deutschen Tierschutzbund nicht gefallen, besonders wenn wirkliche Tiere aufeinander losgelassen werden.

„Die wilde Farm“ zeigt aufwendige Aufnahmen gemischt mit einer zauberhaften Erzählung. Die Zuschauer erkennen, dass Tiere auch gut ohne Menschen auskommen. Ein Film, der gute Unterhaltung für Kinder bringt.

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