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Erfolgreiches Startup will Online Games revolutionieren

In Kooperation mit NetEase will die Firma Improbable eine neue Generation von Online Games entwickeln. Improbable, die Firma hinter der hochgelobten Wundertechnik SpatialOS lässt mit ehrgeizigen Plänen aufhorchen. Der Traum von CEO Herman Narula ist es, ein Spiel wie Destiny, mit einer riesigen, lebendigen und unvergesslichen Welt zu koppeln. Mit dem starken chinesischen Partner NetEase scheint man diesem Ziel deutlich näher zu kommen. Die bisherigen Partner des Start-ups waren eher kleinere Indie-Teams, die durch SpatialOS Ihre hochgesteckten Ziele verwirklichen wollten. Die Vision eines MMO`s oder MMORPG`s war dabei meist das primäre Ziel. Entwickler wie Bossa Studios, Jagex und Spilt Milk sind Insidern wahrscheinlich ein Begriff, haben bis jetzt aber noch nicht die großen Kassenschlager veröffentlicht. Mit der neuen Partnerschaft ist man in der Lage, Blockbuster zu produzieren. Es wird sich zeigen, ob man in der Lage ist, die anspruchsvollen Vorgaben des CEOs zu erfüllen.

Die Wunderwaffe SpatialOS

online games revolutionierenDie Plattform ermöglicht dem Anwender unter anderem die Berechnung gigantischer Simulationen und virtueller Welten von Videospielen. Das Konzept und die Umsetzung von SpatialOS machte Improbable zu einem Milliarden-Dollar-Start-up. Durch eine strategische Partnerschaft mit Google Cloud ist es Spieleentwicklern weltweit möglich, VR-Umgebungen nach Ihren Wünschen und Ideen zu verwirklichen. Parallelwelten, die um ein Vielfaches realistischer sind, als die bereits am Markt befindlichen Produkte, können durch SpatialOS erschaffen und gespielt werden. Doch nicht nur am Online Games Markt will das Start-up mitmischen. Mit Ihrer Plattform lassen sich auch Städteplanungen oder Firmenstrategien umsetzen. So hat man auch bereits eine beeindruckende und vollständig funktionierende Nachbildung der Stadt Cambridge vorgestellt. Diese beinhaltet neben mehr als 100000 Einwohnern auch Simulationen des Autoverkehrs sowie des öffentlichen Nahverkehrs. Weiters stellt das Modell auch funktionstüchtige Strom-, Wasser- und Telekommunikationsnetze zu Verfügung. Zur Berechnung werden Tausende öffentlich zugängliche Server verwendet.

Kooperation mit NetEase als Schlüssel zum Erfolg

Das Ziel des Gründertrios Herman Narula, Rob Whitehead und Peter Lipka war von Anfang an die Erstellung detailreicher virtueller Welten für Videospiele. Blockbuster, so ähnlich wie Destiny, sollten durch ihre Technik in riesigen und möglichst lebendigen Universen spielbar werden. Dadurch, dass man mit NetEase einen wahren Giganten mit an Bord geholt hat, kommen die zugegebenermaßen ehrgeizigen Ziele in greifbare Nähe. NetEase ist bereits erfolgreich im Sektor der MMOPRGs (Revelation Online um nur ein Beispiel zu nennen). Noch mehr Erfolg hat man aber mit Mobile Games à la Knives Out oder Fantasy Westward Journey. Die Firma ist auch bekannt für die Herausgabe der Spiele von Blizzard und verdient damit ein Vermögen. Improbable hat mit NetEase eine Partnerschaftsvereinbarung ausgehandelt und unterschrieben. Man will zusammen Spiele entwickeln und herausbringen, die auf der Cloudbasierten SpatialOS Plattform beruhen. Weitere Information zu der Partnerschaft werden während der Game Developer Conference (GDC) erwartet. Die Konferenz findet vom 19. bis 23. März in San Francisco statt. Man darf gespannt sein, was die Zukunft hier noch bringen wird.

Was macht das Improbable Konzept so einzigartig?

Für eine Firma, die erst seit 5 Jahren besteht, wurden bereits beachtliche Erfolge gefeiert. Erst vor Kurzem erhielt man eine Finanzierung über 502 Millionen US-Dollar. Der Erfolg der Firma und der Plattform lässt sich am besten anhand der Technologie erklären. Vereinfacht erklärt wird den Entwicklern ermöglicht, auf eine Fülle von Cloud Servern zuzugreifen. Dadurch werden die Möglichkeiten bei der Erstellung von Spielen um ein Vielfaches erweitert. Es ergeben sich ungeahnte Ressourcen, die es bis jetzt in dieser Form noch nicht gab. Dieses Konzept übertrifft das bisher übliche Server-Client Modell um Längen. Zusammengefasst bedeutet es, dass viel größere Welten erstellt werden können, die noch detaillierter gestaltet werden können. Weiters können sich durch diese Technologie gleichzeitig mehr Spieler verbinden und interagieren als in bisher publizierten Spielen. SpatialOS von Improbable bietet eine klare Verbesserung in allen Bereichen. Es profitieren sowohl Entwickler als auch Spieler selbst von der revolutionären Plattform.

Große Chancen für die Zukunft

Durch die nun verfügbaren Geldmittel und dem durchaus vielversprechendem Konzept scheint sich Improbable von der Konkurrenz abzusetzen. Kluge Kooperationen sowie Partnerschaften sollten sich schon bald positiv auswirken und das Start-up in seinem Bereich an die Spitze katapultieren. Geht es nach den Eigentümern von Improbable, ist die Entwicklung von virtuellen Welten auf Basis von SpatialOS ähnlich aufregend und wichtig wie das Internet der Dinge oder die Entwicklung von künstlicher Intelligenz. Das Ziel in ferner Zukunft wird sein, eine digitale Kopie der realen Welt zu erstellen. Ob dies Improbable (oder einem anderen Unternehmen) gelingen wird, steht momentan noch in den Sternen. Die Vorstellung alleine klingt aber definitiv bahnbrechend.