Pinocchio

Pinocchio“ stammt aus dem Jahre 2002. Allerdings basiert die italienische Fantasie-Comedy auf die alten Erlebnisse von Roberto Benigni und den Geschichten von Carlo Collodi. Ein klassisches Märchen, indem eine Holzpuppe Leben erhält. Aus einem Stück Pinienholz schreinert Geppetto eine Holzpuppe, die bald ein Eigenleben bekommt.

Roberto Benignis Pinocchio
  • FSK 0
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Der Herr hatte sich immer einen lieben Sohn gewünscht, aber Pinocchio ersetzt diesen nicht. Stattdessen ist es ein verzogener Tunichtgut, der bald in der bösen Welt seine Freiheit sucht. Das Männchen hat viel auf dem Kerbholz. In Italien selbst kam es im Oktober 2002 in die Kinos und erst im Dezember nach Amerika.

Pinocchio – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Die Märchenadaption „Pinocchio“ stand unter der Regie von Roberto Benigni, der zusammen mit Vincenzo Cerami auch für die Geschichte des Drehbuches verantwortlich war. Über eine Länge von 108 Minuten ist das hölzerne Männchen zu sehen, welches fließend italienisch spricht. Dazu erschien eine englische synchronisierte Fassung. Allerdings war die Fassung recht schlecht, sodass Miramax „Pinocchio“ mit englischen Untertiteln neu auflegte. Zusammengearbeitet wurde bei der ersten Synchronisierung mit McDonalds, denn sie verkauften ein „Happy Meal“ mit Spielzeugen der Filmcharaktere. Die originale Filmproduktion leitete Gianluigi Braschi und wurde von den Produktionsunternehmen, Cecchi Gori Gruppe und Melampo CinematograficaMehr, unterstützt.

Es stand ein Budget von 40 Millionen Euro bereit, welches mit 41.300.000 US-Dollar wieder eingespielt wurde. Pinocchio wurde von Roberto Benigni selbst gesprochen und die englische Stimme stammte von Breckin Meyer. Die blaue Fee erhält den Charakter von Nicoletta Braschi. Handwerker Geppetto erscheint durch Carlo Giuffrè auf der Leinwand. Reden Cricket inszeniert Peppe Barra, gesprochen von John Cleese. Dazu kommen in weiteren Nebenrollen: Kim Rossi Stuart, Bruno Arena, Max Cavallari, Franco Javarone und Alessandro Bergonzoni. Die Musik zum Märchen stammt von Nicola Piovani.

Zusammenfassung & Story vom Film „Pinocchio“

Die blaue Fee saust mit ihrer Kutsche durch den kleinen Ort. Gezogen wird sie von einer Schar Mäuse. Kurze Zeit später fällt, aufgrund ihrer Fahrkünste, ein Baumstamm von einem anderen Wagen und rollt durch den Ort. Er bleibt er kurz vor dem Haus des Schreiners liegen.

Der italienische Holzschnitzer bearbeitet dieses Stück Pinienholz, denn das Holz war umsonst und man könnte Geld damit verdienen. Diese Marionette kommt kurze Zeit später zum Leben. Geppetto gibt ihm den Namen Pinocchio. Seine Hoffnungen zerstört das kleine Wesen aber, denn er wünscht sich einen lieben, netten Sohn. So sehr sich der Schreiner bemüht, Pinocchio entwickelt sich zum boshaften Männchen. Mit seinen letzten Ersparnissen kauft Geppetto Schulbücher für Pinocchio, damit er in der Schule was lernt. Aber die hölzerne Puppe steht mehr auf Abenteuer als Schule. Eine Grille kommt dem Vater zur Hilfe und ermahnt den Jungen brav in die Schule zu gehen. Doch Pinocchio lässt sich auf das Gespräch nicht ein und erschlägt die Grille mit dem Hammer.

Auf dem Weg zur Schule verkauft das Püppchen seine Schulbücher und mit dem Geld kauft er sich eine Eintrittskarte für das Puppentheater. Dort trifft er auf den Puppenspieler Mangiafuoco, der ihm nicht gut gesonnen ist. Pinocchio schafft es, mit Lügen die Situation zu wenden. Mit viel Mitleid für sein elendes Zuhause ergattert er von dem Puppenspieler fünf Goldmünzen, eigentlich für die arme Familie. Pinocchio möchte nun voller Stolz das Geld Geppetto bringen.

Danach macht er sich auf den Weg. Doch unterwegs trifft er auf einen Fuchs und eine Katze. Zwei Gauner, die es auf sein Geld abgesehen haben. Sie erfinden eine Geschichte: Vergräbt man Münzen im Boden und wartet einige Zeit, entsteht ein Geldbaum. Nach und nach können die Früchte, die neuen Münzen, geerntet werden. Dieses Wunder soll auf einem Stück Land außerhalb der Stadt funktionieren. Als Dank für diese Nachricht lädt Pinocchio die beiden Gauner zum Abendessen ein. Urplötzlich sind sie verschwunden.

Während die Puppe sich wundert, greifen die beiden ihn von hinten an. Er kann den Fuchs und die Katze aber nicht erkennen. Abgesehen haben sie es auf sein Gold. Schlau wie Pinocchio ist, hat er die Münzen aber rechtzeitig versteckt, sodass sie diese nicht finden. Das Ergebnis ist, sie hängen ihn an einen Baum auf. Da taucht die blaue Fee wieder auf. Drei Ärzte untersuchen die Marionette nach der Rettung und geben ihm den Rat: ein braver Junge zu sein.

Pinocchio weigert sich, die Medizin zu schlucken. Nun bringt die Fee einen Sarg herein. Es steht die Behauptung im Raum, entweder du schluckst die Medizin oder du stirbst. Nun nimmt der Junge die Medizin. Aber auf die Frage nach dem Geld lügt er. Seine Nase wächst.

Wieder zurück auf der Straße trifft er Fuchs und Katze ein weiteres Mal. Sie überreden ihn, das Gold zu vergraben. Ein paar Tage später gräbt er nach dem Geld und findet es nicht mehr. Da erscheint ihm der Geist der erschlagenen Grille. Sie lacht über seine Dummheit. Pinocchio sieht den Ernst der Lage und beauftragt einen Richter die Gauner dingfest zu machen. Der Richter jedoch verurteilt ihn wegen so viel Dummheit, sodass der hölzerne Knabe ins Gefängnis muss. Kommt er dort wieder heraus?

Kritiken und Fazit zum Film „Pinocchio“

In Amerika kam der Film „Pinocchio“ nicht besonders gut an, obwohl McDonalds die Hände mit im Spiel hatte. Pinocchio ist ein hölzerner Knabe. Doch in der Verfilmung wird er von einem Menschen gespielt, aus Fleisch und Blut. Der 50-jährige Schauspieler bewegt sich immer wie ein Mensch und nicht wie eine Puppe. Dazu trägt er ein Clown-Kostüm und schlüpft so in die Rolle des hölzernen Kindes. Mit seiner Mimik und seiner Bewegung versucht er, ein Kind zu imitieren, aber er bleibt ein Erwachsener.

Für Roberto Benigni war die Verfilmung von „Pinocchio“ ein Jugendtraum. Genau aus diesem Grund spielt er auch selbst die Hauptrolle. Es ist dahingestellt, ob es filmtechnisch gesehen gut für ihn war. Diese Version entsteht ohne große Überraschungen oder neue Aspekte. Jedoch taucht eine Schlüsselszene auf, in der Vorlage von 1883 sowie in der Verfilmung von Benigni: die Szene im Theater. Eine beseelte Holzpuppe nimmt am Bühnengeschehen teil, anstatt etwas Wichtiges im Leben zu unternehmen. Diese Odyssee lehrt ihn, dass Menschsein Verantwortung bedeutet und nicht Egoismus. Selbst wir Spieler in Stadtgame lernen schnell, das Egoismus nicht zum Erfolg führt, sondern das Leben aus geben und nehmen besteht.

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