Traffic – Macht des Kartells

Das Episodendrama „Traffic – Macht des Kartells“ stammt aus dem Jahre 2000 und basiert auf einer britischen Fernsehserie aus dem Jahre 1989, „Traffik“. Als der Kinofilm ein Erfolg wurde, entstand eine neue Serie vier Jahre später. Eingesetzt wurden rund 50 Millionen US-Dollar, aber eingespielt wurden mehr wie 200 Millionen Dollar. Mit „Traffic“ konnten 29 Kritikerpreise, vier Oscar und der Silberne Bär einkassiert werden.

Traffic - Macht des Kartells
  • Splendid Film GmbH (26.02.2014)
  • Prime Video, Freigegeben ab 16 Jahren
  • Laufzeit: 147 Minuten
  • Benicio Del Toro, Jacob Vargas, Andrew Chavez, Michael Saucedo, Tomas Milian
  • Deutsch

Drei Geschichten behandeln ein Thema: Die komplexen Verstrickungen im weltweiten Drogenhandel, inklusive des Kartells, und die Auswirkungen auf einzelne Personen. Zwei mexikanischen Polizisten gelingt es, als Drogenfahnder, einen riesigen Drogendeal auffliegen zu lassen. Dabei geraten sie zwischen die Fronten des Krieges. Am Ende gelingt es, ein Kartell zu beenden, aber nur um den restlichen Organisationen Pluspunkte zu verleihen. Dahinter steht der mächtige General Salazar.

Traffic – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Über eine Länge von 141 Minuten arbeitete der Regisseur Steven Soderbergh hart an seinem Erfolg. Mit dem Ergebnis, dass die Deutsche Film- und Medienbewertung in Wiesbaden dem Film „Traffic – Macht des Kartells“ das Prädikat „besonders wertvoll“ verlieh. Das Buch stammt vom Autor Stephen Gaghan, dem eine Altersfreigabe ab dem 16. Lebensjahr im Kopf war. Mehrere Mitglieder des Senats aus den USA haben im Film Kurzauftritte. Die Produktion wurde von Laura Bickford, Edward Zwick und Marshall Herskovitz geführt.

Der Kameramann ist der Regisseur selbst. Ihm liefen Schauspieler vor die Kamera, wie zum Beispiel: Michael Douglas zu sehen als Robert Wakefield. Steven Bauer auf der Leinwand als Carlos Ayala. Erika Christensen, Topher Grace, Benicio Del Toro, Jacob Vargas, Tomás Milián und Clifton Collins Jr. Soderbergh entschied sich für Catherine Zeta-Jones in der Rolle von Helena Ayala. In der engeren Auswahl stand auch Julia Roberts, aber die Schwangerschaft von Zeta-Jones wurde schön im Drehbuch übernommen. Des Weiteren folgen: Dennis Quaid, Don Cheadle, Luis Guzmán, Miguel Ferrer, Majandra Delfino, Tucker Smallwood, Salma Hayek, D. W. Moffett, James Brolin und Benjamin Bratt. Die Privatschule Cincinnati Country Day School verklagte die Produzenten, aufgrund unerlaubter Nutzung des Namens. Die Szenen wurden von Stephen Mirrione aus der Videofassung entfernt.

Zusammenfassung & Story vom Film Traffic – Macht des Kartells

Drei Episoden: Zum Vorschein kommt der Kampf der Regierung, des Militärs und der Polizei gegen die Drogen. Alle Handlungsebenen sind eng miteinander verwoben, obwohl sich die Charaktere der verschiedenen Stränge nie begegnen.

San Diego ist der Anfang, dort fassen zwei Polizisten, Ray Castro und Montel Gordon von dem ansässigen Drogendezernat, einen Dealer. Die Festnahme von Eduardo gelingt und er liefert noch weitere nützliche Informationen an die Agenten. Carlos Ayala ist der Mittelsmann des mexikanischen Kartells und seine Festnahme gelingt ebenfalls. Über die illegalen Praktiken wusste die Ehefrau Helena nichts. Nach der Festnahme von Ayalas steht der Lebensstandard der Familie auf der Kippe. Nach ein wenig Bedenkzeit ist Helena gewillt, die Geschäfte in der Stadt mit starker Hand weiterzuführen.

Für den weiteren Verlauf ist der Kontakt mit dem Drogenboss Obregón, auf der Grenzseite zu Mexiko wichtig. Sie beschließt, nach Tijuana zu reisen und den Chef persönlich zu treffen. Damit ihr Mann aus dem Gefängnis entlassen werden kann, ist es notwendig, den Belastungszeugen Eduardo zu entfernen. Helena unternimmt Schritte und setzt Männer auf das Killen an, was allerdings nicht sofort gelingt. Danach kommt ihr Mann aus dem Knast, aber der Polizist Gordon beschattet ihn weiterhin, um auf die Verbindungen zu stoßen.

Der General von Mexiko, Salazar, möchte auf jedem Fall das Drogenkartell von Obregóns zerschlagen. Darum hat er zwei Staatsbeamten in Tijuana auf die Sache angesetzt. Einer von den Beauftragten ist Javier Rodríguez. Die zwei schaffen es, den Auftragskiller Francisco Flores zu fassen. Der General lässt ihn brutal foltern, weil er eine Liste aller tätigen Drogenlieferanten in den Händen halten möchte. Rodríguez erkennt nach kurzer Zeit, das Salazar korrupt ist und keine guten Pläne verfolgt. Deswegen wendet er sich an die amerikanischen DEA-Beamten Gordon und Castro. Mit seinen Informationen kann er als Zeuge und Informant dienen.

Robert Wakefield, Richter in Cincinnati, wird neuer Stabschef der nationalen Drogenbekämpfungsbehörde. Er möchte die Zusammenarbeit von den USA und Mexiko vorantreiben. In diesem Zug lernt er auch den General kennen. Leider kennt der Richter nicht die geheimen Süchte seiner Tochter, erst als es für seine Karriere zu spät ist. Durch den Freund Seth gelangt sie an erhebliche Mengen Drogen und konsumiert diese in regelmäßigen Abständen. Wakefield erkennt, dass der Kampf gegen Drogen nur gewonnen werden kann, indem die Gründe für einen Konsum offen liegen. Am Ende steht fest, dass er das Amt niederlegt und seine Tochter zur Selbsthilfegruppe begleitet.

Kritiken und Fazit zum Film Traffic – Macht des Kartells

Die drei verschiedenen Handlungsebenen berühren sich nur ganz zart, manchmal ohne eine Kreuzung der Hauptfiguren. Soderbergh hat eine nette Art zu zeigen, wie alles zusammenhängt und welche Auswirkungen damit verbunden sind. „Traffic – Macht des Kartells“ hält wenige Sympathieträger für den Zuschauer bereit. Die Charaktere wirken eher wie Antihelden. Es werden alle Blickwinkel im Kampf gegen die Drogen analysiert, die Opfer, die Täter und auch die Jäger. Schade ist nur, dass menschliche Tragödien gezeigt werden ohne Lösungen zu liefern. Aber eins ist klar, die Regierung der USA gewinnt den Drogenkampf nicht.

Als Ganzes gesehen hätten den guten zwei Stunden ein wenig Straffung bestimmt gutgetan. Es tauchen einige Szenen mit Kraft, Intelligenz, Tempo und Dichte auf, dass man schnell überfordert wird. Mit ein wenig Abstand erfasst der Zuschauer die Komplexität viel besser. Vieles wurde mit der Handkamera gedreht, was das reale Geschehen näher bringen soll. Die Nähe wird auch subtil gezeigt, in dem nur mit Tageslicht gearbeitet wurde, was den Unterhaltungswert und den Reiz erhöht. Soderbergh hat sehr gut die Verbindung herübergebracht zwischen künstlerischem Anspruch, politischem Bewusstsein und kommerziellem Erfolg. Das Ergebnis präsentiert engagiertes Hollywood mit traditioneller Prägung.

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