Verrückt nach Paris

Unerfüllte Träume, Enttäuschungen im Leben oder Liebeskummer, das sind die Gründe, weshalb Hilde, Karl und Philip im Film „Verrückt nach Paris“ beschließen, bei einem Tagesausflug mit den anderen Behinderten ans Wattenmeer, auszubüchsen. Eigentlich wollten sie ja nach Köln, doch durch einige widrige Umstände finden sie sich im Nachtzug nach Paris wieder.

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Verrückt nach Paris
  • FSK 0
  • Paula Kleine, Frank Grabski, Wolfgang Göttsch (Schauspieler)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Und ihnen dicht auf den Fersen, um sie wieder einzufangen, der ungeliebte Betreuer Benno. Doch der hat seine Rechnung ohne die drei Ausreißer gemacht. Denn mit einigen Tricks und der Hilfe der Mitreisenden Julia entkommen sie und lernen, jeder auf seine Weise Paris kennen und lieben. Und selbst Kotzbrocken Benno entwickelt sich mehr und mehr zum Freund des Ausreißer-Trios und findet die Liebe seines Lebens.

Verrückt nach Paris – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Mit einem präzisen Drehbuch, witzig-charmanten Dialogen und überraschenden Momenten schafften es die Regisseure und Autoren Eike Besuden und Pago Balke einen einzigartigen Film zu produzieren. Belohnt wurde „Verrückt nach Paris“ mit vielen Auszeichnungen, unter anderem den Bernhard Wicki Preis und den Special Award of San Francisco.

Die gelungene Kameraführung von Piotr Lenar und die gute Arbeit der Editorinnen Margot Neubert-Maric und Birgit Hemmerling verschafften der Komödie zusätzlich Pluspunkte. Den Soundtrack zum Film schrieb der Hamburger Komponist Karsten Gundermann.

Schauspielerische Höchstleistung boten Wolfgang Götsch als Karl, Paula Kleine in der Rolle der Hilde und Frank Grapski als Philip. Den talentierten Darstellern des Bremer Blaumeier Ateliers gelang es durch ihre Ausstrahlung und ihr Selbstbewusstsein das Publikum auf charmante Art bedingungslos für sich zu gewinnen.

Gedreht wurde der 2001 entstandene deutsche Spielfilm in Bremen, Niedersachsen, Nord-Rhein-Westfalen und in Frankreich. Die Erstaufführung am 15.02.2002 war auf den Internationalen Filmfestspielen in Berlin und der allgemeine Start in den Kinos der 12.09.2002. Der 90 Minuten lange Film hat eine FSK von 0 Jahren.

Zusammenfassung & Story vom Film „Verrückt nach Paris“

Hilde, Philip und Karl, die drei wohnen in einem Bremer Behindertenwohnheim. Hilde hilft in der Küche. Philip und Karl arbeiten in der Werkstatt, wo sie Holzenten herstellen. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht die eintönige Arbeit, die doofen Kollegen und würde Philip nicht von seiner Freundin Vanessa betrogen. Und auch der Betreuer Enno entwickelt sich mehr und mehr zu einem „Kotzbrocken“.

Deshalb kommen sie auf die Idee, statt mit der ganzen Truppe ans Wattenmeer zu fahren, einen Ausflug nach Köln zu machen, um wenigstens einen Tag ausspannen zu können. Doch alles ist nicht so einfach, wie sie es sich vorstellen. Denn kaum ist die Gruppe in Köln angekommen, zerbricht Philipps Rollstuhl und sie finden sich in der Bahnhofsmission wieder, die den Heimleiter Kollakowski informiert.

Während dieser Betreuer Enno beauftragt, die Ausreißer unverzüglich zurückzubringen, besorgt Hilde drei Tickets für den Nachtzug nach Paris. Doch unglücklicher Weise kommt ihnen Enno auf die Spur und überrascht sie im Schlafabteil beim ersten Halt des Zuges. Unter wüsten Beschimpfungen von Enno, erhalten sie unerwartet Schützenhilfe von der Mitreisenden Julia und bevor sie aussteigen können, fährt der Zug weiter. Für alle Beteiligten endet die Fahrt in Paris.

Während Enno in Paris Rückfahrkarten besorgt, können Hilde, Karl und Philip verschwinden und finden Unterschlupf bei Freunden von Julia, die ein Hotel betreiben. Während dessen will Karls Mutter ihren Sohn im Heim besuchen, um seinen Geburtstag zu feiern. Und sie ist nicht gerade erfreut zu hören, dass Karl verschwunden ist. Und zu Kollakowskis Pech will sie sein Büro solange nicht verlassen, bis ihr Kind wieder zurück ist.

Da Ennos Handy noch bei Hilde ist kann er ihren Aufenthaltsort herausfinden, doch Hilde und Karl weigern sich mit ihm zurückzukehren. Philip jedoch hat Heimweh. Denn er hat seiner Freundin Vanessa vergeben und vermisst sie nun. Er verlässt das Hotel und irrt durch die Straßen von Paris, wird angepöbelt und von der Straßenreinigung nass gespritzt wird. Schließlich findet er Unterschlupf bei einer alten Dame. Als Enno das Fehlen von Philip bemerkt, machen sich dieses Mal alle auf, um ihn zu finden. Nach einer langen Suchaktion treffen sie Philip wieder im Hotel an, der von der alten Dame zurückgebracht wurde.

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  • FSK 0
  • Paula Kleine, Frank Grabski, Wolfgang Göttsch (Schauspieler)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Nachdem sich Karl und Hilde weiterhin standhaft weigern, zurückzukehren, beschließt auch Enno in Paris zu bleiben, verliebt sich in Julia und mit der Produktion von Holzenten und einem Crepes-Stand wollen sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. Doch Philip kann seine Vanessa nicht vergessen und will nach Hause. Nach einer Lüge von Kollakowski und Ennos Freundin Chris, Vanessa sei schwer krank, treten sie die Heimreise nach Bremen an.

Nach der Rückkehr verändert sich das Leben aller Beteiligten. Karl eröffnet einen Crepes-Stand, Philip verkauft Holzentchen und kann endlich seine Vanessa in den Armen halten. Hilde durchschaut Kollakowskis Intrige und bezichtigt ihn vor allen Gästen und Sponsoren des Heims, der Lüge und macht ihn so untragbar für das Heim. Und Enno reist, nachdem er sich von Chris getrennt hat, mit seinem Schiff und den Heimbewohnerin nach Paris.

Kritiken und Fazit zum Film „Verrückt nach Paris“

Mit „Verrückt nach Paris“ schufen die Regisseure Besuden und Balke eine herzerfrischende Komödie mit wundbaren Schauspielern. Es ist ein Film der innerlich berührt und zeigt, dass auch Menschen mit Behinderung ein Recht auf Selbstverwirklichung und Respekt haben.

Auf lustige Art zeigt das Roadmovie drei behinderte Menschen, denen der Alltag im Behindertenheim auf die Nerven geht und deshalb sie ergreifen die Flucht nach vorn. Über Bremen und Köln gelangen sie nach Paris. Durch ihren Humor und ihre Raffinesse finden sie sich auch in einer Großstadt zurecht. Und letztendlich kann Karl seinen eigenen Crepes-Stand an der Weser eröffnen, Philip lernt auch ohne seinen Rollstuhl zu leben und Hilde? Sie erinnert an Heidi Kabel. Wie eine Mutter bleibt sie auf der Reise verlässlich, sucht nach möglichen Auswegen und kann mit ihrem Charme so manche verschlossene Tür öffnen. Und auch der frustrierte Betreuer Enno profitiert von diesen reisefreudigen Behinderten.

Die hochkarätige und professionelle Besetzung, unter anderem mit Dominique Horwirtz, Corinna Harfouch, Martin Lüttke, sowie den Laien Kleine, Grabski und Göttisch garantieren für einen einzigartigen und unterhaltsamen Filmabend.

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