Wader Wecker Vater Land

Wader Wecker Vater Land“ ist ein Dokumentarfilm. Er behandelt die erste Tournee von dem Sänger Hannes Wader und dem Sänger Konstantin Wecker. Beide Menschen zählen in Deutschland zu den wichtigsten Liedermachern. Sie weisen Unterschiede in der Musikrichtung auf, dennoch haben die beiden Menschen einiges gemeinsam.

Wader Wecker Vater Land
  • Amazon Prime Video (Video on Demand)
  • Hannes Wader, Konstantin Wecker (Schauspieler)
  • Rudi Gaul (Regisseur) - Rudi Gaul (Autor) - Florian Rothenberger (Produzent)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Der Film aus dem Jahre 2011 wurde erstmalig, im gleichen Jahr, auf dem Münchener Filmfest aufgeführt. Dort zeichneten die Zuschauer ihn als den beliebtesten Film des Jahres aus. Dazu kam 2011 ein Preis als bester Dokumentarfilm während der Biberacher Filmfestspiele und eine Nominierung 2011 für den deutschen Regiepreis Metropolis.

Wader Wecker Vater Land – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Regisseur Rudi Gaul ist für die Entstehung des Films „Wader Wecker Vater Land“ verantwortlich. Er selbst, zusammen mit Matthias Leitner, erstellte das Drehbuch für die 95 Minuten der Darstellung. Er wurde 1982 in München geboren. Wenig später machte Gaul sich einen Namen als deutscher Film- und Theaterregisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor. Nach dem Studium gründete er im Jahre 2006 das Filmproduktionsunternehmen Schattengewächs. Gaul dreht nicht nur Dokumentationen. Sein erster Spielfilm wurde direkt, auf dem Fünf Seen Filmfestival, mit einem Preis ausgezeichnet.

Mit „Wader Wecker Vater Land“ konnte eine Altersfreigabe ab null Jahre erreicht werden. In der Produktion arbeiteten Rudi Gaul, Isabella von Klass und Florian Nöhbauer eisern zusammen. Kameramann Michael Hammon filmt die einzelnen Szenen, welche von Carmen Kirchweger zum Film geschnitten wurden. Hannes Wader und Konstantin Wecker sind für alle musikalischen Beiträge verantwortlich. Zeitgleich sind diese beiden Musiker die Hauptdarsteller im Film, denn gute eineinhalb Stunden geht es nur um ihr Leben.

Zusammenfassung & Story vom Film „Wader Wecker Vater Land“

Während der gesamten Zeit des Dokumentarfilms werden zwei wichtige deutsche Liedermacher porträtiert, Hannes Wader und Konstantin Wecker. Sie befinden sich auf der ersten gemeinsamen Konzertreise durch ganz Deutschland. Ähnlich dem Prinzip von Stadtgame, richtet sich der Film nicht nur an Fans der beiden Musiker, sondern bietet mehr und gewährt einen Blick hinter die Kulissen.

Der Regisseur begleitet, die auf den ersten Blick, unterschiedlichen Künstler von den anfänglichen Proben bis zu der Tournee. Zwischen den jeweiligen Auftritten blicken Hannes Wader und Konstantin Wecker zurück auf ihre bewegten Zeiten der 68er-Jahre-Bewegung. Trotz der vielen Musik ist der Film nicht nur ein Konzertfilm. Die vertrauensvolle Herangehensweise der Produzenten und dem geschickten Einsatz von alten Aufnahmen spiegelt der Dokumentarfilm ein Stück deutsche Zeitgeschichte wider. Geprägt wurde dieser Teil der Geschichte ganz entscheidend von den zwei dargestellten Musikern.

Die Begegnung der zwei Charaktere wird auf eine ganz ehrliche Art und Weise dargestellt. Persönliche, offene Erzählungen warten auf den Zuschauer und Bilder von dem eigenen Zuhause im Kreise der jeweiligen Familie. Sie geben freimütig Auskunft über die Skrupel und den inneren Konflikt im Leben. Ganz deutlich wird, dass sie sich nicht ausnehmen von der Zeitkritik, welche in den Liedern besungen wird.

Eine gemeinsame Tour stellt die beiden Musiker vor Herausforderungen und Schwierigkeiten, weil sie sich aufeinander einlassen müssen. Hannes Wader stammt aus Westfalen. Geboren im Jahre 1942. Konstantin Wecker stammt aus Bayern, geboren 1947. Die beiden Männer haben keine Ähnlichkeiten in den Persönlichkeiten oder dem musikalischen Ausdruck. Das Gute daran ist, dass sie sich von dem Widersprüchlichen inspirieren lassen und auf die verbindenden Punkte eingehen. Beide sind gesellschaftskritische und politische Liedermacher und standen damals unter starkem Druck. Wader ist bekannt für seine Folkmusik mit mild kritischen, träumerischen Texten. Viele Linksrevolutionäre fanden den Sänger damals in den Siebziger nicht radikal genug. Wecker flüchtete für eine Zeit in die Toskana, weil er politische Vereinnahmungsversuche entgehen wollte.

Beide Sänger erlebten später die Einsamkeit eines Künstlers, der die Bodenhaftung verlor. Als Folge davon trat Wader in die Deutsche Kommunistische Partei ein und Wecker begann Kokain zu nehmen. Heute sind sie vieler Illusionen beraubt. Trotzdem glauben sie, dass es gut ist, für eine bessere Welt einzutreten. Liedermacher stellen dort keine Ausnahme dar.

Im Leben und in den Liedern ist die Sehnsucht geblieben, sich von der Gesellschaft nicht verbiegen zu lassen. Jeder sollte mit den Schwächen, eigenwilligen Exzessen und der Leidenschaften offen umgehen. Ziel sollte es sein, ein Verlangen zu entwickeln, sich immer wieder wandeln zu wollen, um die Grenzen im Leben neu auszuloten.

Kritiken und Fazit zum Film „Wader Wecker Vater Land“

Die Dokumentation ist gespickt mit intimen Interviews von Wader und Wecker. Ganz klar deutlich werden die vergangenen Tage, das politische Engagement, die Drogenexzesse von Wecker und seine Verhaftung. Als letztes Highlight gilt der Bruch des Weltbilds von Wader, als durch die Wiedervereinigung Deutschland der Kommunismus praktisch ausgelöscht wurde. Der Regisseur setzt immer wieder Archivaufnahmen ein, um spezielle Interviewpassagen zu unterstreichen. So entsteht ein direkter Vergleich mit alten Liedern und den Auftritten von heute.

Beide Musiker waren bekannt als notorischer Einzelgänger. Doch plötzlich sieht der Zuschauer sie Arm in Arm auf der Bühne. Immer wieder ergeben sich humorvolle Szenen fast von selbst. Es ist der Sinn für Komik, was die Dokumentation zu einem sehenswerten Film macht. Selbst, wenn Sie kein Fan der Musik sind.

Mit der Dokumentation „Wader Wecker Vater Land“ gelingt Rudi Gaul ein interessantes Porträt zweier Menschen. Sie haben eine ganze Generation mit ihrer politischen Musik geprägt. Dazu wird für das jüngere Publikum die Zeitgeschichte der Bundesrepublik Deutschland aktiv veranschaulicht.

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